Gute Mitarbeiter = Gute Geschäfte

Touristische Unternehmen suchen händeringend Mitarbeiter und Auszubildende. Mit positiven Bewertungen Ihrer Mitarbeiter weisen Sie sich als attraktiven Arbeitgeber aus.

Drohender Fachkräftemangel ist ernsthafte Bedrohung für die erfolgreiche Entwicklung touristischer Betriebe bis 2030

Die erstmals erschienene Studie „Tourismus 2030“ des Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes macht es deutlich: Neben den drei Schwerpunktthemen Digitalisierung, Tourismus für lebenswerte Regionen und Internationalisierung stellt die Verfügbarkeit von Fachkompetenzen nach eigenen Erhebungen eine der wichtigsten Anforderungen in den kommenden Jahren dar. Neben dem demographischen Wandel wird das allgemeine Image der Tourismusbranche als Ursache für die prekäre Situation auf dem Ausbildungs- und Stellenmarkt benannt. Die lesenswerte Studie beruft sich auf zahlreiche eigene Untersuchungen

Die Folgen besonders im Gastgewerbe sind bereits heute sichtbar: Verkürzte Öffnungszeiten, eingeschränkte Angebote, fehlende Fachkompetenz.

Hotellerie und Gastgewerbe sind unattraktiv für Jugendliche

„Besetzungsprobleme gibt es häufig dort, wo Auszubildende unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen und der Qualität der Ausbildung sind. So schneidet das Gastgewerbe auch im aktuellen Ausbildungsreport des DGB schlecht ab. Hotelfachleute beurteilen die Qualität der Ausbildung im Betrieb kritisch. Auch wenn 60 % mit ihrer
Ausbildung insgesamt zufrieden sind, landet das Hotelfach an drittletzter Stelle der beurteilten Ausbildungsberufe. Nur das Friseur- und das Lebensmittelhandwerk schneiden schlechter ab. Der Beruf Koch/Köchin erreicht mittlere Bewertungen, allerdings wird fast jedes zweite Ausbildungsverhältnis vorzeitig gelöst. In beiden Berufsgruppen führen vor allem die Ausbildungszeiten und Überstunden zu Unzufriedenheit. (DGB-Bundesvorstand 2019)“ (Quelle: Tourismus 2020, Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes, S. 87)

Was tun? Guter Arbeitgeber = Gute Mitarbeiter

Das Angebot an touristischen Unternehmen ist groß und die immense Zahl der Stellenanzeigen macht es deutlich: Mitarbeiter und Auszubildende suchen sich einen attraktiven Arbeitgeber selbst aus. Natürlich geht es da um eine passende Bezahlung. Doch das ist nur eine Seite. Geraldine MacCarthy, Head of Dropbox Business beschreibt die wirklich wichtigen Faktoren aus Sicht eines Arbeitnehmers so (Emotion, Ausgabe 10.09.2019):

  • Aufmerksamkeits-Management statt Zeitmanagement
  • Moderne Technologien benutzen können
  • Individuellen Bedürfnissen mehr Beachtung schenken
  • Die richtige Balance finden – neben vielen guten Tagen darf auch mal ein schlechter kommen.
  • Druck nicht immer negativ besetzen

Diese Wünsche als Arbeitgeber genügend zu beachten ist vielleicht nicht immer einfach, aber eben doch möglich. Miteinander reden hilft, nachfragen, individuell handeln.

Arbeitnehmer und Auszubildende bewerten Sie als Arbeitgeber ganz öffentlich. Seien Sie informiert und beeinflussen Sie diese Meinungsäußerung aktiv.

Kunuu, Xing oder LinkedIn sind beste Quellen, wenn es darum geht, mehr über den Umgang eines Arbeitgebers mit seinen Mitarbeitern zu erfahren. Dort schreiben Beschäftigte und ehemalige Mitarbeiter über Ihre Erfahrungen im Unternehmen, über Weiterbildungsmöglichkeiten, Teamspirit, Bezahlung oder auch das Verhalten von Vorgesetzten.

Praxistipp

  1. Erstellen Sie proaktiv ein Konto auf kunuu, XING und Co. Benennen Sie einen Mitarbeiter, der dieses Konto aufsetzt und regelmäßig betreut.
  2. Antworten Sie auf die Bewertungen Ihrer Mitarbeiter. Denn auch auf diesen Plattformen können Sie mit den Erstellern der Bewertung ganz offen kommunizieren, sich bedanken, Falschaussagen korrigieren, sich entschuldigen, Potentiale erkennen und vieles mehr.
  3. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter und auch die, die Ihr Unternehmen verlassen ganz offen, eine Bewertung vorzunehmen. Sie wissen ja: Aktiv um eine Bewertung bitten bringt in der Regel viele positive Äußerungen und das hilft Ihnen bei der Suche nach neuen, aufgeschlossenen und guten Mitarbeitern.

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Sorgen Online-Bewertungen für erfolgreiche Geschäfte?

Ja und Nein. Es kommt darauf an, wie Sie als Unternehmen damit umgehen. Antworten Sie aktiv auf jede einzelne Bewertung? Werten Sie Lob und Kritik aus und verwenden diese, um besser zu werden oder das Erreichte noch besser zu machen? Bitten Sie zufriedene Kunden um eine Bewertung?

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